14. Mai 2020

Frühjahrsticker 2020: Münchner Gutachterausschuss mit neuen Immobilienzahlen

Der Gutachterausschusses für Grundstückswerte München gibt mehrmals im Jahr einen Einblick in die notariell beurkundeten Immobilienverkäufe im Stadtgebiet. Vor kurzem erschien erstmals ein Immobilienticker für das Frühjahr 2020. Darin wird das Münchner Immobilienmarktgeschehen im Zeitraum Januar und Februar 2020 sowie eine Marktanalyse für 2019 beleuchtet. Die veröffentlichten Zahlen zeigen: Die Preisspirale bei Münchner Immobilien dreht sich immer weiter aufwärts, und auch 2019 war wieder ein Jahr der Rekorde.

2019: Immer höher hinaus

Die vom Gutachterausschuss erfassten gesamten Vertragszahlen stiegen im Jahr 2019 um 7 Prozent und das Geldumsatz-Volumen erreichte 16,9 Milliarden Euro. Da ist es auch keine Überraschung, dass auch die Preise für Eigentumswohnungen (Erst- und Wiederverkäufe) in den durchschnittlichen und guten Wohnlagen Münchens um rund 6 Prozent stiegen. 5 Prozent mehr Immobilien wurden 2019 im Wohnungs- und Teileigentum verkauft als im Vorjahr, was zu einem Plus beim Geldumsatz von 17 Prozent führt.

Auch im Teilmarkt Bebaute Grundstücke gibt es nur Zuwächse: Bei den Reihen- und Doppelhäusern (Erst- und Wiederverkäufe) in durchschnittlichen und guten Wohnlagen zogen die Preise um bis zu 10 Prozent an. Die Zahl der Kaufverträge steigerte sich um 18 Prozent, wobei hier auch die Einfamilienhäuser dabei sind. Das Geldumsatzplus bei den Bebauten Grundstücken von 2019 beträgt 29 Prozent.

Quelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte München

Bei den Grundstücken für den Geschosswohnbau zeigt sich der Mangel an freien Flächen. Die Zahl der Verträge ging 2019 um rund 21 Prozent nach unten. Daraus resultiert ein vorläufiger Geldumsatz-Minus von 32 Prozent. Ein großes Plus verzeichnet aber bereits der Teilmarkt der Mehrfamilienhäuser: Die Vertragsanzahl ging 2019 um 44 Prozent nach oben, der Geldumsatz wuchs gegenüber 2018 um spektakuläre 81 Prozent.

2020: Allein im Januar und Februar rund 1300 Verträge im Wohnungs- und Teileigentum

Bereits die ersten zwei Monate 2020 waren eine erfolgreiche Zeit für Immobilienverkäufer in München. Für Immobilien aus dem Segment Wohnungs- und Teileigentum, wozu auch Garagen gehören, erzielten sie gemeinsam einen beurkundeten Umsatz von rund 700 Mio. Euro.

Dass in München unbebautes Bauland so gut wie nicht mehr vorhanden ist, spiegeln die Zahlen des Gutachterausschusses für Januar und Februar nur allzu deutlich wider: Nur 20 Verträge gingen in die Bücher ein. Der Umsatz? Rund 80 Mio. Euro. In diesem Segment lagen die Preisspannen pro Kauffall bei 400.000 Euro bis 18 Mio. Euro. Bei den Bebauten Grundstücken zählten die Immobilienexperten 150 Kauffälle – mit einem Umsatz von rund 650 Mio. Euro. Die Käufer bezahlten hier pro Vertrag zwischen rund 250.000 Euro und rund 200 Mio. Euro.

Der Frühjahrsticker zeigt schon: Der Immobilienmarkt steht in München nie still. Doch was wird das Jahr bringen? Corona sorgt in der Immobilienbranche seit vielen Wochen für stark verlangsamte Prozesse und erschwerte Verkaufsbedingungen. Die Nachfrage nach Wohnraum ist aber nach wie vor so hoch, dass wir bei neubau kompass keinen Preisverfall bei Münchner Immobilien erwarten. Gewissheit darüber, wie der Markt tatsächlich auf Corona reagiert, wird der nächste Halbjahresbericht des Münchner Gutachterausschusses für Grundstückswerte bringen. Hier zählen keine Vermutungen oder Angebotspreise, sondern die tatsächlichen Zahlen, die in den notariell beurkundeten Kaufverträgen stehen.

Neben dem Halbjahresbericht werden dem Frühjahrsticker im Lauf des Jahres der offizielle Jahresbericht für das Jahr 2019 sowie eine Herbstanalyse für 2020 folgen. Den Frühjahrsticker 2020 finden Sie online auf der Seite des Kommunalreferats der Stadt München.

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Unser Titelbild zeigt das Neubauprojekt „Josephinen 2a“ in München. Bild: Huber INVEST