23. Juli 2019

Bald 1.200 Neubauwohnungen in Allach-Untermenzing?

Nach wie vor boomt der Münchner Westen. Nach umfangreichen Neubauprojekten wie „Diamaltpark“ in Allach und zahlreichen neuen Wohneinheiten in Lochhausen steht jetzt ein weiteres großes Bauvorhaben in Allach an. Auf dem ehemaligen Gewerbeareal Kirschstraße könnten 1.200 Neubauwohnungen entstehen. Der Stadtrat will den Aufstellungs- und Eckdatenbeschluss für das Quartier im Oktober fassen. Verantwortlich für das Projekt ist unter anderem die Büschl Unternehmensgruppe, die bereits in Lochhausen, Trudering und Erding umfangreiche Bauvorhaben realisiert. Bereits im Juni 2016 hat die ALLPG Immobiliengesellschaft mbH & Co., eine Projektgesellschaft der Eckpfeiler Gruppe und der Büschl Unternehmensgruppe, das Gelände in Allach erworben.

Neues Verkehrskonzept gefordert

Neben den 1.200 Wohnungen, die auf dem 12,1 Hektar großen Areal südlich des Oertelplatzes im Zentrum von Allach möglich wären, sind laut Eckdatenbeschluss fünf neue Kitas und der Bau einer Grundschule mit Turnhalle geplant. Die Ausweitung der Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle in Allach-Untermenzing. Denn laut Medienberichten wächst der Stadtteil im äußeren Nordwesten von München in den nächsten Jahren um ein Drittel seiner jetzigen Bevölkerung. Deswegen werden Forderungen nach einem neuen Verkehrskonzept für Allach-Untermenzing laut. Selbst eine U-Bahn-Anbindung in den nächsten Jahren wird bereits diskutiert.

Mehrfamilienhäuser mit vier bis sieben Geschossen

Zunächst steht jedoch das geplante Neubau-Quartier in Allach im Mittelpunkt der Planungen. Mit 1.200 Wohnungen ist es das bislang größte Neubaugebiet in Allach-Untermenzing. In der Nachbarschaft befinden sich Gewerbeflächen, Läden und zum Teil Wohngebiete. In unmittelbarer Nähe ist außerdem eine stark frequentierte Bahnstrecke zu finden, wo unter anderem die S2 den Stadtteil mit der City verbindet. Deshalb wird bei den Planungen des neuen Quartiers auch das Thema „Lärmschutz“ eine wichtige Rolle spielen.

Bislang sind Eckpunkte der künftigen Bebauung grob skizziert. So könnten laut ersten Entwürfen des Planungsreferates, die Anfang Juli vorgestellt wurden, die Gebäude nahe der jetzigen Wohnsiedlungen in der Allacher und der Kirschstraße vier Geschosse erhalten, während nahe der Bahnstrecke schon aus Gründen des Lärmschutzes Häuser mit bis zu sieben Etagen als sinnvoll erachtet werden. 

Nahe dem neuen Zentrum von Allach-Untermenzing

Wer künftig in das sich aktuell noch in der Planungsphase befindende Quartier in Allach zieht, darf sich aller Voraussicht nach über eine hervorragende Infrastruktur in nächster Nähe freuen. Vor wenigen Tagen erst eröffneten am Oertelplatz, in der „neuen Mitte von Allach-Untermenzing“ das Einkaufszentrum „Evers“ mit 30 Läden, eine Filiale der Stadtsparkasse und die Volkshochschule. Auch der neu gestaltete Quartiersplatz ist frisch eingeweiht. Im Herbst wird außerdem ein Alten- und Service-Zentrum auf dem Platz seine Pforten öffnen.

Bis das Neubau-Quartier in Allach fertiggestellt wird, werden allerdings noch einige Jahre ins Land gehen. Im Oktober erst sollen die nächsten Entscheidungen über das geplante Bauprojekt fallen. Unter anderem stehen Kernpunkte des städtebaulichen Wettbewerbs für das Quartier an.

Ein weiteres Neubauprojekt im Münchner Westen: An der Lohe. Bild: DEMOS – Wohnbau GmbH Bauträger

Ebenfalls im Westen von München entsteht „An der Lohe“ mit 119 Eigentumswohnungen.  Finden Sie Ihr Neubauprojekt in München und Umgebung auf dem neubau kompass.