23. Mai 2019

Hochhaus-Ensemble in Holzhybridbauweise: neue Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer

In Bogenhausen soll die neue Unternehmenszentrale der Bayerischen Versorgungskammer entstehen. Der vorgestellte 1. Preis des Architektenwettbewerbs sieht ein Hochhausensemble aus zwei Türmen und einem Scheibenhaus vor, das aus Holz und Beton – in Holzhybridbauweise – entstehen soll.

Am 1. April 2019 verkündeten die Bayerische Versorgungskammer (BVK) und die STRABAG Real Estate in einer Pressemitteilung, dass der Architektenwettbewerb für die neue Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer entschieden ist.

Aus zwölf eingereichten Entwürfen kürte das Preisgericht den 1. Platz: David Chipperfield Architects mit Atelier Loidl, gefolgt von Hadi Teherani Architects mit Brunn & Möllers Garten- und Landschaftsarchitektur. Den 3. Platz erreichten Steidle Architekten mit grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner.

Das Preisgericht begründet ihre Entscheidung für den Entwurf von David Chipperfield Architects damit, dass die schlichte und klare Formensprache sowie die hochflexiblen Grundrisse die Jury überzeugt hätten. Auch wenn noch vieles im Unklaren ist: bemerkenswert an dem Entwurf ist, dass die Visualisierungen ein Hochhausensemble in Holzhybridbauweise, das neben Betonteilen teilweise aus Holzelementen besteht, erkennen lassen.

Zwei Türme und ein Scheibenhaus

Die David Chipperfield Architects – Gesellschaft von Architekten mbH mit Sitz in Berlin beschreibt ihr Konzept für das skulpturale Gebäudeensemble: ein Turm wird durch ein Scheibenhaus mit einem zweiten, niedrigeren Turm verbunden. Der höhere Turm soll die vorhandenen Hochhäuser entlang der Straße ergänzen. Das offen gestaltete Erdgeschoss soll dahingegen einen fließenden Übergang zum östlich des Grundstücks gelegenen Park, dem Denninger Anger, schaffen.

In der Nachbarschaft der neuen BVK-Zentrale, die in der Richard-Strauss-Straße 76 entsteht, lockt der Grünzug Denninger Anger ins Grüne (Bild: David Chipperfield Architects).

In der Nachbarschaft der neuen BVK-Zentrale, die in der Richard-Strauss-Straße 76 entsteht, lockt der Denninger Anger ins Grüne (Bild: David Chipperfield Architects).

Die Landeshauptstadt München ergänzt auf ihrem offiziellen Stadtportal, dass von den drei Baukörpern das Scheibenhaus 13 Geschosse und circa 52 Meter Höhe haben solle. Die zwei Türme würden mit 16 und 27 Geschossen entstehen und rund 60 beziehungsweise 98 Meter in den Himmel ragen. Des Weiteren ist auf dem Stadtportal zu lesen, dass sich die Architekten mit der gewählten Holzhybrid-Bauweise auf klimaschonendes Bauen und durch den Naturwerkstoff Holz auf eine behagliche Arbeitsumgebung fokussierten.

Die drei Baukörper des Hochhausensembles in Holzhybridbauweise werden vollständig verglast (Bild: David Chipperfield Architects).

Die drei Baukörper des Hochhausensembles in Holzhybridbauweise werden vollständig verglast (Bild: David Chipperfield Architects).

In den beiden Hochhäusern haben die Chipperfield-Architekten Büroräume für die BVK geplant. Auf der Park- und Straßenebene sind Konferenzräume und öffentliche Einrichtungen, zum Beispiel ein Restaurant, ein Kundenzentrum und eine Kindertagesstätte, geplant. Die Dachgärten sollen einen weiten Blick über die Stadt und die Alpen bieten und auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Auch das Gebäudeinnere bietet Aussicht, denn das Besondere an der neuen BVK-Zentrale ist, dass die Fassade vollständig verglast ist.

Ein Filetgrundstück in Bogenhausen

Ziel des Architekturwettbewerbes war auch, einen Entwurf zu finden, wie sich die zukünftige BVK-Zentrale in die städtebauliche und landschaftliche Umgebung einbinden lässt, denn das Areal ist eines der letzten Filetgrundstücke in Bogenhausen. Der Münchner Stadtteil ist unter anderem durch die Prinzregentenstraße, den Friedensengel und das Museum Villa Stuck bekannt.

Nach Unternehmensangaben erwarb die Bayerische Versorgungskammer das ehemalige Siemens-Gelände in der Richard-Strauss-Straße 76 in Bogenhausen 2016. Ziel der BVK ist es, mit dem Neubau die bisherigen Münchner Standorte der Bayerischen Versorgungskammer – in der Denninger Straße und in der Arabellastraße – an einem neuen Standort zusammenzuführen. Die BVK bekennt sich nach Unternehmensangaben mit ihrer neuen Zentrale zum bisherigen Standort, dem Münchner Arabellapark.

An das Grundstück im Münchner Stadtteil Bogenhausen grenzt östlich der Grünzug Denninger Anger. Außerdem ist die künftige Unternehmenszentrale der Bayerischen Versorgungskammer in der Richard-Strauss-Straße 76 gut an die U-Bahn angebunden: an der U-Bahn-Station „Richard-Strauss-Straße“ hält die U4.

Neben der neuen Unternehmenszentral der Bayerischen Versorgungskammer lässt es sich in Bogenhausen auch gehoben wohnen. Ein Beispiel dafür stellt das Wohnensemble „Eigentumswohnungen Bogenhausen – München“ dar. Die RESIDIA Real Estate Consulting GmbH realisierte neun Luxus-Eigentumswohnungen. Die bezugsfertigen 2- bis 4-Zimmer-Wohneinheiten sind idyllisch eingebettet in Bogenhausen: nahe der Isar und dem Denninger Anger – wie in Zukunft die neue Unternehmenszentrale der Bayerischen Versorgungskammer. Die Bauarbeiten könnten 2021 beginnen. Voraussichtlich 2023 ist die BVK-Zentrale in Bogenhausen bezugsfertig.

Die „Eigentumswohnungen Bogenhausen – München“ in der Dirschauer Straße 13 sind bezugsfertig (Bild: RESIDIA Real Estate Consulting GmbH).

Die „Eigentumswohnungen Bogenhausen – München“ in der Dirschauer Straße 13 sind bezugsfertig (Bild: RESIDIA Real Estate Consulting GmbH).

Weitere Neubau-Projekte in München finden Sie auf dem neubau kompass.

Titelbild: David Chipperfield Architects