Beschlossene Sache: München bekommt grünen Wohnturm

Mit Hochhäusern ist es in München ja so eine Sache. Bauträgern können sie oft nicht hoch genug sein, nicht wenigen Stadtpolitikern ist jedoch alles über zehn Geschossen bereits zu hoch. Ein neues Hochhaus mit 55 Neubauwohnungen in Bogenhausen ist da vielleicht ein guter Kompromiss. Ist es schon nicht hoch, dann ist es wenigstens „grün“ im ökologischen Sinn.

Investor für den 52 Meter hohen Wohnturm im Arabellapark ist Metropolian Liegenschaften. Bereits mit dem Neubauprojekt „Ludwig – urban Living“ in sehr guter Lage sorgten die Münchner für Furore.

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Ein weiteres Bauvorhaben vom Investor Metropolian: Ludwig urban Living. Bild: Metropolian

Jetzt also das grüne Hochhaus in der Arabellastraße. Der Bau auf einem über 2.000 Quadratmeter großen Areal wird 16 Stockwerke umfassen. Die Stadt München fasste den Beschluss zum Bebauungsplan diesen Sommer. Geplant sind 55 Wohnungen und im unteren Bereich in den ersten vier Geschossen ist ein Geschäftskomplex mit Büros vorgesehen. Die oberste Etage wird einen Dachgarten mit Gemeinschaftsterrassen erhalten. Jede Wohneinheit soll eine Loggia oder einen Balkon bekommen. Der Bau des Turms wird sich nach oben hin verschlanken. Absätze werden bepflanzt.

Grüne Wohntürme fürs Stadtklima?

Für die Gestaltung sind Aika Schluchtmann Architekten verantwortlich. Aika Schluchtmann hat bereits erfolgreich zahlreiche Neubauvorhaben in München realisiert. Darunter ein Wohn-Quartier in der Hansjakobstraße und in sehr prominenter Lage in der Sendlinger Straße ist das Büro für Umbau, Erweiterung und Fassadensanierung eines großen Geschäftshauses verantwortlich.

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Münchens erster „grüner“ Wohnturm in der Arabellastraße. Bild: Aika Schluchtmann Architekten

Blickfang des grünen Hochhauses in der Arabellastraße 28 ist die Begrünung des Gebäudes. Diese wird vertikal sein, sich also die gesamte Fassade hoch schlängeln. Klettergurken und Pfeifenwinde sind unter anderem als Bepflanzung angedacht. Robuste Pflanzen, von denen man hofft, dass sie Wetter und Schadstoffpegeln in München gewachsen sind.

Verbesserung des Klimas erwartet

Neben dem optischen Akzent soll die Bepflanzung auch zur Verbesserung des Klimas in der näheren Umgebung beitragen.  Ein ähnliches Konzept wird weltweit mit anderen Projekten verfolgt. Ein Vorreiter auf dem Gebiet der grünen Hochhäuser ist derzeit Singapur. Auch zwei grüne Türme in der Schweiz sind in der Planung.

Der geplante Hochhaus-Bau in München erregte bereits das Interesse von Wissenschaftlern: die Hochschule Weihenstephan mit Sitz in Freising wird sowohl die Planungs- als auch die Realisierungsphase des Projektes begleiten.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, wie es mit dem grünen Hochhaus in der Stadt und seinen Neubauwohnungen weitergeht.

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