Mehr Neubauwohnungen in der ehemaligen Bayernkaserne

Vor Kurzem stellten wir eine neue Baugebietskategorie vor: das urbane Gebiet. Ein brandaktuelles Beispiel dafür ist in München das Areal der ehemaligen Bayernkaserne in Freimann. Hier entsteht auf einer Fläche von 48 Hektar ab 2019 ein neues Stadtquartier für rund 15.000 Menschen.

Damit ist die Größe einer deutschen Kleinstadt inmitten der Großstadt erreicht.
Die Stadt München informiert auf ihrem Portal regelmäßig über neue Entwicklungen zum neuen Stadtquartier. Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, sich zu dem Bauvorhaben zu äußern. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wertet diese Meinungen aus und lässt sie in weitere Bauleitplanverfahren einfließen.

Wobei die Neuigkeiten rund um Münchens „Urbanes Gebiet“ Bayernkaserne nicht abreißen: Zum Beispiel werden jetzt weitaus mehr Wohnungen gebaut als ursprünglich geplant. Mehr als 5.000 Wohneinheiten könnten es durch die Osterweiterung des Gebietes insgesamt werden. Möglich wird das durch ein rund 9 Hektar großes Gewerbegebiet zwischen Heidemannstraße, Helene-Wessel-Bogen und Maria-Probst-Straße. Die aktuell dort existierenden Gewerbeeinheiten werden früher als beabsichtigt dort abziehen und die Flächen können dem Riesenareal „Bayernkaserne“ hinzugefügt werden.

Vielfältig und dicht bebaut

Damit hat München nun in Freimann ein „urbanes Gebiet“ in Reinform. Und es wird dicht (bebaut). Auf dem gesamten Areal sollen 32 Gebäude Platz finden. Auch Hochhäuser sind in den Planungen. Dabei wird jedoch kein Turm richtig hoch werden, sprich für Münchner Verhältnisse: die 100 Meter-Marke erreichen. Bislang sehen die Pläne ein 70 Meter hohes Hochhaus vor. Auch einen Stadtpark wird es geben, an dessen Seite Cafés, Nachbarschaftstreffs und Spielflächen entstehen.

Ebenfalls wichtig für die Gestaltung der Konversionsfläche auf dem Gebiet der ehemaligen Kaserne sind eine Markthalle, viele Einkaufsmöglichkeiten und eine Bibliothek. Wichtig ist den Planern, dass die künftigen Bewohner die Einrichtungen des täglichen Bedarfs soweit möglich kurzfristig zu Fuß erreichen können. Einrichtungen wie ein Alten- und Servicezentrum oder auch die Bibliothek werden so angelegt, dass auch Bewohner der Nachbarquartiere aus schnell dort hin gelangen.

Preisgekröntes Architektenteam

Konzipiert wird das Quartier federführend von Hilmer & Sattler und Albrecht, München, in Kooperation mit Max Dudler Berlin und den Landschaftsplanern AGS Garten und mahl gebhardt konzepte.

Hilmer & Sattler und Albrecht haben bereits bei der Planung für die „Parkstadt Schwabing maßgeblich mitgewirkt. Auch hier ging es um Verdichtung: viele Gebäude mussten Platz finden auf zum Teil knappem Raum.

Auf dem Areal der Bayernkaserne nun soll Urbanität und „Weltstadtflair“ durch eine clevere Durchmischung erzielt werden. Im Erdgeschoss der Wohnhäuser können den Plänen zufolge kleine Läden und Cafés angesiedelt werden; eventuell lassen sich ein Hotel und Büroflächen mit der Wohnbebauung kombinieren.

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Neubauprojekt in München-Allach: Niggl11. Bild: Südwest Wohnbau

Stichpunkt: Verkehr und Infrastruktur

Ein wichtiges Thema bei der Bürgerbefragung ist zum Beispiel das Stichwort Verkehr. Ziel ist, das ehemalige Kasernengebiet, welches (noch) nicht hundertprozentig optimal angebunden ist, gut zu vernetzen. Außerdem sollen Fuß- und Verkehrswege vom alten Ortskern Freimann aus zum neuen Wohngebiet führen und auch mit angrenzenden Quartieren verbinden.

Während im Münchner Bauamt die Baupläne für Freimann entworfen, abgestimmt, überarbeitet werden, entstehen in der Isarmetropole zahlreiche neue Bauvorhaben, zum Beispiel in Allach: Im Neubauprojekt „Niggl11“ realisiert Südwest Wohnbau 11 Eigentumswohnungen in gehobener Ausstattung.

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