Münchens höchster Wohnturm: South One

In München-Obersendling entsteht in den kommenden Jahren der höchste Wohnturm der Stadt. Dafür wird das ehemalige Siemens-Hochhaus in der Hofmannstraße umfangreich revitalisiert. Dieser Bau war schon immer für Schlagzeilen gut. Errichtet im Jahr 1962 im Stil Mies van der Rohes, ist das Gebäude das südlichste Hochhaus Deutschlands. Nachdem es jahrelang als Standort von Büros gedient hatte, werden hier nun bis zum Jahr 2020 rund 270 Wohneinheiten auf 22 Etagen entstehen.

Verantwortlich für die Entwicklung des Mammutvorhabens ist die ISARIA Wohnbau AG. Münchner kennen das Unternehmen bereits: der Konzern realisiert aktuell in Allach über 600 neue Wohneinheiten auf dem ehemaligen Diamalt-Gelände.

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Neuer Glanz: aus dem ehemaligen Siemens-Hochhaus wird ein Wohnturm. Illustration:  Meili Peter Architekten

Wie auch bei weiteren Projekten in der Region, setzt Isaria bei der Finanzierung dieses Vorhabens auf einen Publikumsfonds von ProReal Deutschland. Private Anleger können in das Wohnhochhaus „South One“ investieren. Als Verkaufsvolumen gibt Isaria rund 189 Millionen Euro an. Eins kann man jetzt schon versprechen: der Rundumblick auf die Alpen wird phänomenal sein. Damit hat das Projekt einen Lagevorteil gegenüber den Wohntürmen, die näher am Zentrum liegen.

Ein großes Revitalisierungsprojekt in München

Zugleich setzt der Wohnturm, der „South One“ heißen wird, entscheidende Akzente in Richtung Revitalisierung. Denn in einer Stadt wie München, wo Wohnraum extrem knapp ist, sind Büro-Immobilien, die ihren Zweck nicht mehr erfüllen, rar. Findet sich ein passendes Gebäude, setzt man in der Isarmetropole, ähnlich wie in Frankfurt, wo dies schon weitaus länger praktiziert wird, jetzt auf den Umbau der Büroimmobilien zu Wohneinheiten.

Eine Herausforderung für die Architekten wird dieses eigenwillige Projekt in jedem Fall. Denn das Hochhaus aus den 60er Jahren muss neuen energetischen Standards und Brandschutzvorgaben entsprechen. Ein Anfang wurde bereits 2005 gemacht:  nachdem der Turm damals zunächst von dem Münchner Rennfahrer und Investor Hubert Haupt erworben wurde, nahm dieser eine umfangreiche Asbest-Entsorgung vor.

Anspruchsvoller Wohnungs-Mix

Mit der Konzeption für die neuen Wohnungen im „South One“ beauftragt ist das Büro Meili, Peter Architekten aus München. Ziel ist, trotz der Gestaltung von Freiflächen wie Loggien und Balkonen, wesentliche Bestandteile der ursprünglichen Fassade und damit den Charakter des Gebäudes zu erhalten. Geplant sind neben „klassischen eleganten Eigentumswohnungen“ auch Wohneinheiten, die über zwei Ebenen laufen.

Mitte 2017 wird mit dem Verkaufsstart der Wohneinheiten begonnen und läuft alles glatt, dann können die ersten Wohnungen 2020 bezogen werden.

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Beispiel für ein Wohnprojekt der PATRIZIA AG in München: Baumkirchen Mitte. 3. BA. Bild: PATRIZIA AG

Parallel zur Isaria Wohnbau wird die Patrizia AG ebenfalls auf dem Siemens Gelände das Projekt „Hofmannhöfe“ starten. Hier werden unter anderem Eigentumswohnungen, Mieteinheiten und Kitas entstehen. Auch die Patrizia zählt zu den Unternehmen, die das Münchner Stadtbild der Zukunft entscheidend mitprägen. In Berg am Laim zum Beispiel entsteht durch den Augsburger Konzern das Projekt „Baumkirchen Mitte. 3. Bauabschnitt“.

Dieses und zahlreiche weitere Neubauvorhaben finden Sie auf dem neubau kompass.