Was Neubau-Quartiere in München beliebt macht

München zieht Menschen  an wie ein Magnet. Neue Wohnquartiere entstehen, zum Beispiel in Berg am Laim, wie jüngst von uns vorgestellt, aber auch in Freimann, Schwabing, Neuaubing, um nur einige zu nennen. Aber was macht ein Neubau-Quartier attraktiv? Was muss gegeben sein, damit sich Menschen hier langfristig richtig wohl fühlen? Damit beschäftigen sich die Münchner Stadtplaner sehr intensiv.

Bereits im Vorfeld werden neue Wohn-Quartiere in München in aller Regel mit Bürgerbeteiligungen und Möglichkeiten, aktiv Vorschläge lange vor der Bauphase einzubringen, geplant. Ein Quartier von Bürgern für Bürger – auch wenn sich dieser Anspruch nicht immer 1:1 übersetzen lässt, der Dialog mit den Bewohnern wird in der Isarmetropole zumindest sehr oft angestrebt. So geschehen zum Beispiel bei der Planung des neuen Stadtquartiers auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in Freimann.

Neubauprojekt in München mit integriertem Sharing-Konzept: FRIENDS

Neubauprojekt in München mit integriertem Sharing-Konzept: FRIENDS

Was sich viele Bürger wünschen, ist zum Beispiel ein Stadtplatz, sind Orte, wo Menschen zusammentreffen und sich austauschen können. Stadtplaner setzen zudem auf einen gekonnten Mix aus Alt und Jung: Mehrgenerationen-Wohnen ist derzeit Trend. Immer mehr Senioren möchten eigenständig dort wohnen, wo es „Leben“ gibt, wo junge Familien mit Kindern Tür an Tür neben Singles und älteren Menschen einziehen.

Eine der größten Herausforderungen für Architekten und Stadtplaner besteht darin, in Neubau-Quartieren ein ausgewogenes Verhältnis von Privatsphäre und Gemeinschaft zu schaffen. Dies geschieht zum Beispiel durch das Anlegen von Gemeinschaftsgärten und parallele Konzeption großzügiger Freiflächen für die eigene Wohnung. Jeder kann Kontakt zu seinen Nachbarn aufnehmen, müssen tut es keiner.

Wohn-Quartiere: die Mischung macht’s

Fragt man Architekten und Stadtplaner in Deutschland nach dem Erfolgsfaktor für ein Stadt-Quartier, so ist auch von der gelungenen Mischung unterschiedlicher Lebensbereiche die Rede. Reine Wohn-Quartiere sind, das hat die Erfahrung auch in München gezeigt, immer dann zum Scheitern verurteilt, wenn es im nahen Umkreis außer dem obligatorischen „Supermarkt um die Ecke“ keine weiteren Möglichkeiten zum Erlebnis-Einkaufen oder zum Ausgehen gibt. Deshalb ist der urbane Mix aus Lifestyle-Hotels und Boutiquen, Bistros, Cafés und vielleicht Sportmöglichkeiten für die Belebung eines Stadt-Quartiers heute ein wichtiger Faktor.

Je unterschiedlicher die Fassaden desto besser

Letzte Woche stellten wir das neue Stadt-Quartier in Berg am Laim vor. Die Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung hier sind gut und das nicht zuletzt, weil die Architektur vielfältig ist. In Berg am Laim werden Bestandsgebäude mit Neubau-Häusern durchmischt, was eine Gebäudevielfalt entstehen lässt. Auch in komplett neuen Stadt-Quartieren ist Vielfalt möglich, zum Beispiel, indem mehrere Architekten mit unterschiedlichen Fassadenkonzepten an der Gestaltung mitwirken. Je vielseitiger die architektonische Gestaltung ist, desto lebendiger wird das Quartier.

Wohnen und Arbeiten im selben Viertel

Ebenso wie die gelungene Kombination aus Alt und Jung, Wohnen und Einkaufen bzw. unterschiedlichen Fassaden, sind gemischte Wohngebiete in Deutschland gefragt. In München ist zum Beispiel die „Schwanthalerhöhe“ ein Viertel, wo unterschiedliche Lebensbereiche auf vergleichbar engem Raum angesiedelt sind. Das macht ein Quartier lebendig und beliebt. Allerdings müssen speziell im Neubau-Bereich hier noch einige Hürden genommen werden. Bauordnungen machen die Ansiedlung von Gewerbe-Gebieten in der Nachbarschaft von Wohn-Quartieren selten möglich.

Stadtplaner und Politiker sind gefordert, umzudenken: der Trend geht weg vom ruhigen Einfamilienhaus am Stadtrand hin zur gut geschnittenen Citywohnung. Insbesondere in Großstädten ist der Alltag zur Management-Aufgabe geworden, deshalb sind kurze Wege und gute Anbindungen ein Muss.

Gefragter denn je: Sharing-Konzepte

Das Stadtquartier Schwabinger Tor in München soll 2017 die erste Sharing-Stadt Deutschlands werden. Gelegen nördlich der Münchner Freiheit entlang der Leopoldstraße, entstehen hier neben Neubauwohnungen auch Gastronomieangebote, ein Lifestyle-Boutique-Hotel und Büroflächen. Nicht zu vergessen der Quartiersplatz. Das Motto dieses Stadt-Quartiers lautet „Talente.Teilen.Toleranz“. Der Sharing-Gedanke „Benutzen statt Besitzen“ soll hier in der Lifestyle-Stadt München erstmals konsequent umgesetzt werden. Doch das Schwabinger Tor ist nicht das einzige Neubauprojekt in Deutschland, wo bereits in Sharing-Dimensionen gedacht wird.

Im Bauvorhaben FRIENDS in Nymphenburg greift man den Sharing-Gedanken ebenfalls auf. Zum Beispiel mit zwei großen, allen künftigen Bewohnern zugänglichen Dachterrassen, einem Roofgarden, einer individuell buchbaren vollausgestatteten Profiküche mit Donner Lounge (ca. 84 m²) Fläche und einem projekteigenen Fitness-Studio.

Mehr zu diesem Neubauvorhaben lesen Sie hier:

Aktuelle Bauvorhaben in München zeigt Ihnen der neubau kompass.