Stadtteilportrait: Schwanthaler Höhe

Neubaugebiete, Kiez, urige Gaststätten und Szeneläden: wer einmal auf der Schwanthaler Höhe eingezogen ist, will in der Regel so schnell nicht mehr fort aus dem „Westend“. Das war nicht immer so. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt das Quartier als „Räuberviertel“. Wir stellen Münchens 8. Stadtbezirk heute vor.

Die Schwanthaler Höhe hieß früher „Sendlinger Höhe“ und befindet sich am westlichen Rand der Innenstadt. Ihren jetzigen Namen erhielt sie nach dem Münchner Bildhauer Ludwig von Schwanthaler. Er schuf die Statue der Bavaria oberhalb der Theresienwiese.

Ehemaliges Arbeiterviertel und heutiges Szene-Quartier

Ursprünglich entstand das „Westend“, wie der Bezirk im Münchner Volksmund heißt, in der Zeit der Industrialisierung als Arbeiterwohngebiet. Noch immer gibt es hier mehr genossenschaftlichen Wohnbau als in den meisten anderen Stadtteilen der Isarmetropole.

Neubauprojekt: City München - Living Bavaria

Neubauprojekt: City München – Living Bavaria

Arbeitgeber fanden sich schnell: zahlreiche Brauereien, Speditionen, eine Schwefelsäurefabrik und unzählige Lagerhallen siedelten sich an. Ein Relikt aus dieser Zeit ist die Augustinerbrauerei. Insbesondere zur „Wiesn-Zeit“ laufen die Braukeller heiß und der Duft von Hopfen und Gerste durchzieht den gesamten Stadtteil.

Lange nach dem Zweiten Weltkrieg galt das Westend als Viertel der „Ausländer, Armen und Alten“. Viele besser verdienende Münchner und Familien zogen in den 60er Jahren fort. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Bevölkerungsdichte soziale Probleme schuf. Heute gilt: wer eine Eigentumswohnung auf der Schwanthaler Höhe findet, hat Glück gehabt.

Zurzeit leben hier ca. 27.000 Menschen, es gibt über 60 Prozent Singlehaushalte, der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei ca. 35 Prozent. Das Viertel ist gefragt: kleine Läden und Cafés, Szenekneipen, Kultur, Grünflächen und Einrichtungen für Kinder: die Wege sind kurz innerhalb des Quartiers. Zudem ist die Innenstadt nicht weit und das lebendige Ambiente ist beliebt bei jungen und jung gebliebenen Münchnern.

Neubaugebiete auf der Schwanthaler Höhe

Das Viertel wandelt sich: auf modernen Grundrissen aus der Hand findiger Stadtplaner entstehen neue Wohnquartiere. Bis zum Jahr 2020 sollen auf der Schwanthaler Höhe ca. 2.500 neue Wohnungen realisiert werden.

Auf dem ehemaligen Messegelände, westlich der Theresienwiese, sind ca. 1.800 Neubauwohnungen geplant. In der Heimeran- und Ganghoferstraße sind die ersten Einheiten davon bereits bezogen.

Leben auf der Schwanthaler Höhe

Die Nähe zur Innenstadt und die gute Verkehrsanbindung macht die Schwanthaler Höhe als Wohnstandort zweifellos interessant. Aber auch die übrige Infrastruktur lässt wenig zu wünschen übrig: Familien mit Kindern haben die Wahl zwischen 31 Kitas und vier Schulen. Es gibt eine Stadtteilbibliothek, 19 Allgemeinärzte, 20 Zahnärzte, zwei Krankenhäuser, zahlreiche Apotheken und ein Altenheim.

Im ansonsten oft als „zu schick“ gescholtenen München hält die Schwanthaler Höhe im kulturellen Bereich noch die Flagge der „Subkultur“ hoch. Einrichtungen für freie Künstler, zahlreiche Ateliers, kleine Theaterbühnen, das „Eine Welt-Haus“ mit interkulturellen Initiativen stehen dafür. Darüber hinaus bietet die „Alte Kongresshalle“ zahlreiche Veranstaltungen für unterschiedliche Geschmäcker.

Über die U4 und U5, die S-Bahn und den Mittleren Ring ist der Stadtteil an die City optimal angeschlossen.

Das auf unserem Foto gezeigte Neubauprojekt „City München – Living Bavaria“ entsteht an der Schnittstelle Schwanthaler Höhe / Maxvorstadt in der Schwanthaler Straße 95 – 97. Lesen Sie mehr dazu.

Informationen zu aktuellen Bauvorhaben und Neubauprojekten in München finden Sie auf dem neubau kompass.