Stadtteil im Fokus: Sendling – ein Viertel holt auf

In unregelmäßigen Abständen stellen wir an dieser Stelle Münchner Stadtteile und ihre Entwicklungen vor. Heute: Sendling.

So richtig vom Hocker konnte man bis vor einiger Zeit niemanden reißen wenn man auf die Frage „Und wo wohnst du in München?“ mit „Sendling“ antwortete. Sendling, das bedeutete Mehrfamilienhäuser – zugegebenermaßen waren wirklich viele davon grau – wenig Parkplätze und was ziemlich attraktiv ist: gute Verbindungen in die Münchner Innenstadt. Sendling, das ist auch der Flaucher, das Heizkraftwerk an der Isar und der Westpark. Ein Quartier mit vielen Gesichtern. Und ein Image, das gerade im Begriff ist, sich zu verändern. Denn Sendling holt auf.

Wer hier eine Neubau-Immobilie erwerben möchte, hat – noch – mit moderaten Quadratmeterpreisen zu rechnen. Rund 4.300 Euro kostet der m², das ist klar unter dem Münchner Durchschnitt, der aktuell bei ca. 5.800 Euro pro m² liegt.

Neubauprojekt "Villa Verde" am Westpark

Neubauprojekt „Villa Verde“ am Westpark

Neubauprojekte am laufenden Band

Es wird kräftig investiert im Stadtteil. Nicht zuletzt der Verkauf der Siemens Liegenschaften hat dafür gesorgt, dass sich der Immobilienstandort Sendling gerade immens verändert. Neue Gewerbeparks siedeln sich an – vorzugsweise in Obersendling – und damit entsteht der Bedarf nach neuem Wohnraum. In der Hofmannstraße planen Bauträger neue Wohnquartiere; ebenso am Südpark. Rasant entwickelt sich die Gegend um den Westpark, die insbesondere Familien anzieht. Viel wird hier kulturell nicht geboten – dafür bietet der Park zahlreiche Spielplätze und – im Sommer – Musikveranstaltungen sowie ein Open-Air-Kino.

Die drittgrößte Großmarkthalle der Welt

Bereits 782 wurde die Gegend erstmals urkundlich erwähnt. Das „alte Sendling“, das ursprüngliche Dorf, kann man heute noch an der Ecke Plinganser Straße / Lindwurmstraße erkennen. Hier gibt es noch den alten Kern, eine Kirche mit kleineren Bauernhäusern und einen alten Friedhof. Im Laufe seiner Geschichte entwickelte sich das Quartier zu einem Industrie- und Arbeiterviertel mit langen Häuserblöcken. In den vergangenen Jahren wurden diese Häuser zum großen Teil saniert. Auch das wertete die Wohngegend auf.

Bekannt ist der Stadtteil nicht zuletzt durch die Großmarkthalle – die drittgrößte ihrer Art hinter Paris und Mailand. Hierher kommen täglich über 10.000 Händler. Der Betrieb beginnt in den frühen Morgenstunden und er hält an bis zum späten Abend.

Die Infrastruktur

Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf finden sich überwiegend entlang der Implerstraße. Sendling bietet seinem eigenwilligen Charme entsprechend vielfältige Restaurants: Pferdefilets nach ukrainischer Art gibt es ebenso wie klassische Pizza, griechische Speisen, urige bairische Hausmannskost und Asianudeln. Eine gute Adresse für das Abendessen außer Haus ist die Gegend um Harras, Lindwurmstraße und Plinganser Straße.

Auch die Kultur kommt nicht zu Kurz, wenngleich man sagen muss, dass es in anderen Stadtteilen in diesem Bereich etwas lebhafter zugeht. In Sendling findet man zum Beispiel den Schlachthof mit Konzerten und Tanzveranstaltungen, das Wirtshaus zum Isartal und den Royal Filmpalast.

Sendling ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Innerhalb von kurzer Zeit gelangt man in die Münchner Innenstadt. Der Mittlere Ring durchzieht das Viertel in Ost-West-Richtung und verbindet die beiden Seiten der Isar miteinander.

 

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