Ab 2014: Baywobau plant 200 Wohnungen am Tassiloplatz

Das Areal des Teigwarenherstellers Bernbacher am Tassiloplatz wird einer neuen Nutzung zugeführt: Das Münchener Traditionsunternehmen zieht innerhalb der nächsten drei Jahre mit allen Unternehmenssparten um. Betroffen sind rund 120 Mitarbeiter. Ziel ist das Gewerbegebiet Hohenbrunn im Landkreis München. Damit endet in der Au ein weiteres Stück Industriegeschichte nach dem Weggang der Brauerei Paulaner. Auch das Bernbacher-Areal wird nicht verwaisen: Es wurde vom Münchener Immobilienunternehmen Baywobau erworben, das dort ab 2014 rund 200 Wohnungen errichten will.

Tassiloplatz - Au

Tassiloplatz - Au

Die Entscheidung der Unternehmensführung von Bernbacher kam für Mitarbeiter und Politik nicht überraschend. Überlegungen zu einem Umzug gibt es bereits seit der Jahrtausendwende. Die Lagerkapazitäten am Tassiloplatz reichen schon lange nicht mehr für die Fertigung von 30.000 Tonnen Nudeln jährlich aus. Das neue Grundstück in Hohenbrunn soll mit einer Produktionsanlage nach neuesten Anforderungen der Technik bebaut werden. Die 30.000 Quadratmeter Fläche bieten sogar noch Reservefläche für eine weitere Expansion. Zusätzlich will Bernbacher alle Unternehmensbereiche in Hohenbrunn autark mit Energie versorgen. Dazu wird auf dem Gelände ein Blockheizkraftwerk entstehen. Der Produktionsbeginn in Hohenbrunn ist für Mai 2014 vorgesehen.

Auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Bernbacher-Gelände soll eine Wohnanlage mit etwa 200 Wohneinheiten wachsen. Die Bewohner des Quartiers sind Bautätigkeit bereits gewohnt: Gleich um die Ecke entsteht mit dem Komplex der Welfenhöfe exklusiver Wohnraum mit großzügigen Eigentums- und Maisonette-Wohnungen sowie sieben Stadthäusern. Das Bernbacher-Areal liegt in einem allgemeinen Gewerbegebiet, in dem Gewerbe- und Wohnnutzung nebeneinander zulässig ist. Da kein neues Baurecht geschaffen werden muss, entfällt für den Bauherrn auch die Verpflichtung aus der Sozialen Bodennutzung (SoBon), mindestens 30 Prozent des errichteten Wohnraumes als sozial gefördert anzubieten. Quartiersbewohner und Politiker der Bezirksvertretung wünschen daher Aufklärung, ob der Bauträger Baywobau ausschließlich exklusive Wohneinheiten errichten will. Neuer Wohnraum, so der Tenor aus dem Stadtviertel, sei dringend notwendig. Der müsse allerdings auch bezahlbar sein. Das Stadtteilparlament fürchtet dagegen einen weiteren Anstieg der Mieten.

Weitere Informationen zu den geplanten neuen Eigentumswohnungen liegen seitens der Baywobau noch nicht vor. Eine Auflistung von aktuellen Baumaßnahmen der Bauwobau finden Sie auf neubau kompass München.

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