2009 – oder: Das Gute an der Krise

Liest man die Schlagzeilen der vergangenen Tage, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Untergang mit anschließendem jüngsten Gericht unmittelbar bevor stünde. Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Jobkrise, usw. Erst heute schreibt SPIEGEL ONLINE wieder, das Jahr 2009 werde das  „schlechtesten Jahr in der Geschichte der Bundesrepublik„.

Die eigene subjektive Wahrnehmung der diesjährigen Vorweihnachtszeit mit überfüllten Kaufhäusern, vollen Weihnachtsmärkten und Restaurants, in denen alles zu bekommen ist, nur keine freier Platz mehr, mag eine andere sein.

Doch auch ganz objektiv betrachtet, haben die aktuellen Krisenzeiten auch ihre guten Seiten – gerade für Immobilien-Interessenten und Immobilien-Eigentümer:

  • Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind stark gesunken. Ein Baufinanzierung über 5 Jahre ist aktuell wieder für unter 4% zu bekommen. Und die Zinsen werden in den nächsten Monaten weiter fallen. Man kann also für dieselbe monatliche Belastung eine größere Wohnung finanzieren, bekommt also „mehr Wohnung“ für das gleiche Geld.
  • Mit den sinkenden Rohstoffpreisen (z.B. für Eisen, Kupfer, Stahl) sind auch die Baukosten insgesamt wieder gefallen. Ein neues Haus zu bauen, wird also günstiger.
  • Die in den vergangen Jahren extrem gestiegen Kosten für Heizöl, Gas und Strom befinden sich wieder auf dem Weg nach unten – bei den Wohnnebenkosten ist also 2009 mit einer sinkenden Kostenbelastung zu rechnen. Zudem sind die Benzinpreise in der Spitze von über EUR 1,60 pro Liter wieder auf runter EUR 1,10 gefallen.
  • Die Auswahl an attraktiven Neubau-Objekten gerade im Großraum München ist nach wie vor sehr groß (allein im Stadtgebiet von München mehr als 180(!) aktuelle Wohnbau-Projekte). Durch die allgemeine Kaufzurückhaltung bei größeren Anschaffungen (z.B. Auto, Immobilien) steigt die Verhandlungsposition von Immobilien-Interessenten gegenüber den Bauträgern. Abschläge auf den Listenpreis oder kostenfreie Extra-Ausstattungen sind also wesentlich besser durchzusetzen als in wirtschaftlichen Boomphasen.

In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest!

Ihr
Florian Huber