19. Januar 2012
Im internationalen Vergleich steht Deutschland wirtschaftlich gut da. Für das vergangene Jahr 2011 lag das Wirtschaftswachstum in Deutschland bei rund 3 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Arbeitsmarkt entspannt. Nach dem aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen auch Ende 2011 weiter und liegt derzeit bei nur noch bei 2.7 Millionen.
Dennoch herrscht bei vielen Verbrauchern große Verunsicherung: Die Zukunft der Gemeinschaftswährung Euro ist ungewisser denn je. Der Ausgang einer möglichen Volksabstimmung in Griechenland ist offen. Ein Nein der griechischen Bürger zu den geschnürten Rettungspakten könnten in einem Art Domino-Effekt auch Länder wie Italien, Irland, Portugal oder Spanien aus dem Euro katapultieren. Die Folgen für die Geldwertstabilität des Euro sind unüberschaubar. Viele Experten rechen daher in Zukunft mit wesentlich höheren Inflationsraten als in der Vergangenheit. Mehr und mehr verunsicherte Bürger schichten daher ihr Geldvermögen in Immobilien um. Doch was sind die Vor- und Nachteile einer Immobilie als Kapitalanlage?
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Verfasst von Redaktion
2. August 2011
Die Wirtschaft in Deutschland boomt. Die Arbeitslosenzahlen gehen zurück. Die Finanzprobleme von Griechenland, Portugal oder Spanien scheinen hingegen immer weniger beherrschbar. Auch das Haushaltsproblem in den USA ist wohl nur vorerst gelöst. Ein Thema in den Medien rückt immer mehr in den Vordergrund: Inflation, also die stetige Verringerung der Kaufkraft des Gelds. Die offiziellen Statistiken weisen Raten zwischen 2,0 und 2,5 Prozent aus. Die sog. gefühlte Inflation liegt wohl eher im Bereich zwischen 5% und 7% – was jeder bestätigen kann, der regelmäßig zum Einkaufen geht oder einen genaueren Blick auf seine Nebenkostenabrechnungen wirft. Als Schutz vor Inflation wird landauf, landab vor allem eine Anlageform empfohlen: Immobilien.
Aus Sicht von Bauträgern, Bausparkassen und Baufinanzierern ist eine Immobilie natürlich immer eine „gute“ Kapitalanlage. Teilweise wird sogar in Anzeigen-Kampagnen ausdrücklich die generelle Überlegenheit der Immobilie gegenüber einer Anlage in Aktien oder Aktienfonds behauptet. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter. So gibt es zahlreiche Argumente, die für die Immobilie sprechen, aber natürlich auch einige dagegen. Werfen wir deshalb einen genaueren Blick auf das Pro und Contra von Immobilien als Kapitalanlage.
Argumente dafür:
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Diversifikation innerhalb der eigenen Vermögensanlage (Grundsatz: Nicht alle Eier in ein Nest!)
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Schutz in wirtschaftlichen Krisenzeiten: Raum zum Wohnen wird immer benötigt; ein lebenswichtiges Gut, wie Luft, Wasser, Nahrung
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Im Regelfall Wertstabilität: zumindest bei Lage innerhalb eines wirtschaftlich prosperierenden Großraumes wie z.B. München, Hamburg, Stuttgart), siehe hierzu auch
die aktuellen Prognosen bis 2025
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Inflationsschutz, da Anlage in Sachwerten (Grundgedanke: Wenn die Kaufkraft um 5% sinkt, nimmt der Wert der Immobilie im gleichen Maße zu).
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Nachfrage nach zeitgemäßen und v.a. energieeffizienten Wohnraum nimmt trotz der demographischen Entwicklung stetig zu
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internationaler Vergleich: In Deutschland immer noch niedriges Immobilien-Preisniveau im Vergleich zu europäischen Großräumen wie London oder Paris oder US-Städten wie New York City oder Boston.
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Immobilie kann (im Alter) selbst genutzt werden: Schutz vor steigenden Mieten und Vermieter-Willkür
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psychologischer Effekt: Langfristige Verpflichtung zur Zahlung von Zins und Tilgung (meist über 15 oder 20 Jahre) führt zu größeren Sparanstrengungen in der Gegenwart -> Statistik beweist, dass Haushalte mit Immobilien-Eigentum im Alter vermögender sind, als vergleichbare Haushalte ohne Immobilien-Eigentum
Argumente dagegen:
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relativ hohes Risiko durch Mietausfall, Leerstand, Vandalismus des Mieters, versteckte Baumängel
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mieterfreundliche Gesetzgebung und Rechtssprechung (z.B. beim Kündigungsschutz, Umlegung von Renovierungskosten) führt im Einzfall zu Kostenrisiken
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hohe laufende Kosten, die nicht vollständig auf den Mieter umgelegt werden können (z.B. Hausverwaltung, Kosten für Instandhaltungsrücklage am Sonder- und Gemeinschaftseigentum, Rechts- und Steuerberatung)
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kaum steuerliche Anreize: keine degressive Abschreibung mehr (seit 2006 nur noch lineare Abschreibung in Höhe von 2% auf den Gebäudeanteile)
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geringe Fungibilität der Anlage: Verkauf der Immobilie zum “Markpreis” dauert im Regelfall 6 bis 12 Monate
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hohe Transaktionskosten bei Erwerb und Verkauf (bis zu 10%: Notargebühren, Grunderwerbsteuer, Registergebühren, Maklerprovision) –> müssen erstmal rein-verdient werden: bei Verkauf innerhalb der ersten 10 Jahre meist ein Verlustgeschäft
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nur geringe Chancen auf echte Wertsteigerungen über der Inflationsrate (demographische Entwicklung, rückläufige bzw. stagnierende Reallöhne). In unattraktiven Lagen: Risiko des Wertverlustes (bis hin zur Unverkäuflichkeit und damit Totalverlust)
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hoher Verwaltungsaufwand: jährliche Nebenkosten-Abrechnung, laufende Reparaturarbeiten, Teilnahme an Eigentümer-Versammlungen, Mieterwechsel, teilweise aufwändige Nachweispflichten gegenüber Finanzbehörden (aktuelles Beispiel: umfangreiche Zensus-Fragebögen für alle Immobilien-Eigentümer)
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5. Mai 2011
Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL (Heft 17/2011 S. 41) hat eine aktuelle Statistik zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis zum Jahre 2025 veröffentlicht. Das Datenmaterial für die Prognose stammt vom Statistischen Bundesamt.
Die Grafik zeigt die ländlichen Regionen als klarer Verlierer. Insbesondere Ost-Deutschland – mit der Ausnahme von Berlin-Brandenburg – leidet unter einer schrumpfenden Bevölkerung.
Klarer Gewinner nach dieser Prognose ist der Großraum München. Hier rechnen die Statistiker mit einem Zuwachs der Einwohnerzahl zwischen 10% und 15%. Vor allem die Region um den Flughafen München (im Nordosten der Stadt) hat demnach großes Zukunftspotential. Hier gehen die Prognosen sogar vom einem Wachstum von mehr als 15% bis zum Jahre 2025 aus.

Was bedeuten diese Zahlen für den Immobilien-Markt?
Vereinfacht lässt sich sagen, dass Standorte mit zunehmender Bevölkerungszahl auch attraktive Standorte für Immobilien-Investitionen sind, vor allem also die Großräume München, Stuttgart, Berlin und Hamburg.
In Regionen mit abnehmender Bevölkerung – also etwa Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder auch im Ruhrgebiet – ist mit sinkenden Immobilien-Preisen zu rechnen. Nur an Standorten mit einer wachsende Bevölkerung sind Immobilien daher eine wertstabile Kapitalanlage und dienen dem Inflationsschutz.
In Regionen mit sinkenden Bevölkerungszahlen sind Immobilien also eine relativ risikoreiche Anlageform, die im Einzelfall sogar mit einer völligen Unverkäuflichkeit des Objektes einhergeht und damit meinem Totalverlust des eingesetzten Kapitals gleichkommt.
Eine Übersicht über alle aktuellen Immobilien-Projekte im Großraum München gibt die Webseite neubaukompass.de.
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11. Mai 2010
Nach der Bankenkrise 2009 und vor allem ganz aktuell durch der zunehmenden Inflationsgefahren als Folge der Finanzprobleme innerhalb der EU ist die Immobilie als Kapitalanlage wieder stärker in das Blickfeld gerückt.
Aus Sicht von Bauträgern, Bausparkassen und Baufinanzierer ist eine Immobilie natürlich immer eine “gute” Kapitalanlage. Teilweise wird sogar in Anzeigen-Kampagnen ausdrücklich die generelle Überlegenheit der Immobilie gegenüber einer Anlage in Aktien oder Aktienfonds behauptet. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter: so gibt es einige Argumente, die für die Immobilie sprechen, aber natürlich auch einige dagegen.
Argumente dafür:
- Diversifikation (Streuung) innerhalb der eigenen Vermögensanlage
- Schutz in wirtschaftlichen Krisenzeiten: Raum zum Wohnen wird immer benötigt. Wohnraum ist ein lebenswichtiges Gut, wie Luft, Wasser, Nahrung.
- im Regelfall Wertstabilität (zumindest bei Lage innerhalb eines wirtschaftlich prosperierenden Großraumes wie München, Hamburg, Stuttgart)
- Inflationsschutz, da Anlage in Sachwerten
- Nachfrage nach zeitgemäßem (und v. a. energieeffizientem) Wohnraum nimmt trotz der demographischen Entwicklung zu
- internationaler Vergleich: In Deutschland immer noch niedriges Preisniveau im Vergleich zu Großräumen wie London, Paris oder Barcelona
- Immobilie kann im Alter selbst genutzt werden: Schutz vor steigenden Mieten und Vermieter-Willkür
- psychologischer Effekt: Langfristige Verpflichtung zur Zahlung von Zins und Tilgung (meist über 15 oder 20 Jahre) führt zu größeren Sparanstrengungen in der Gegenwart. Die Statistik beweist, dass Haushalte mit Immobilien-Eigentum im Alter vermögender sind als vergleichbare Haushalte ohne Immobilien-Eigentum.
Argumente dagegen:
- relativ hohes Risiko durch Mietausfall, Leerstand, Vandalismus des Mieters, versteckte Baumängel
- mieterfreundliche Gesetzgebung und Rechtssprechung (z. B. beim Kündigungsschutz oder bei Umlage von Renovierungskosten)
- hohe laufende Kosten, die nicht auf den Mieter umgelegt werden können (z. B. Hausverwaltung, Kosten für Instandhaltungsrücklage am Sonder- und Gemeinschaftseigentum)
- kaum steuerliche Anreize: keine degressive Abschreibung mehr (seit 2006 nur noch lineare Abschreibung in Höhe von 2 % auf den Gebäudeanteil)
- geringe Fungibilität (Handelbarkeit) der Anlage: Verkauf der Immobilie dauert im Regelfall 6 bis 12 Monate.
- hohe Transaktionskosten von bis zu 10 % des Kaufpreises (Notargebühren, Grunderwerbsteuer, Registergebühren, Maklerprovision). Diese müssen erst wieder reinverdient werden: bei Verkauf innerhalb der ersten 10 Jahre meist ein Verlustgeschäft.
- nur geringe Chancen auf Wertsteigerungen (demographische Entwicklung, stagnierende Reallöhne) und in unattraktiven Lagen sogar Risiko des Wertverlustes (bis hin zur Unverkäuflichkeit)
- hoher Verwaltungsaufwand: jährliche Nebenkosten-Abrechnung, laufende Reparaturarbeiten, Teilnahme an Eigentümer-Versammlungen, Mieterwechsel, teilweise aufwändige Nachweispflichten gegenüber Finanzbehörden
Einen Überblick über alle aktuellen Neubauvorhaben im Großraum München bietet auch das Immobilien-Portal neubau kompass München.
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aktien, Finanzkrise, immobilien, werterhalt, wertsteigerung, zukunft | Mit Tag(s) versehen: betongeld, betongold, deflation, euro, eurokrise, europa, geldanlage, griechenland, immobilienkauf, Inflation, investment, kapitalanlage, krise, sachwerte, staatsverschuldung |
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Verfasst von Redaktion
25. März 2009
Die aktuelle Ausgabe der Wirtschaftswoche (2009/13) widmet sich unter der Überschrift Zuflucht Eigenheim der Frage, inwieweit Immobilien ein “sicherer Hafen” in der Wirtschaftskrise sind. Laut Wirtschaftswoche gehen viele Experten von einem massiven Anstieg der Inflation in den nächsten Jahren aus. Allerdings haben sich “Experten” auch schon oft geirrt – und das Beispiel Japan zeigt mir, dass wirtschaftliche Probleme trotz umfangreicher Konjunkturprogramme sogar zu einer jahrelangen Deflation führen können. Also zu einem Szenario, in dem Sachwerte kontinuierlich an Wert verlieren.
Dennoch ist der Artikel der Wirtschaftswoche lesenswert: 50 Städte werden einem “Immobilien-Test” unterzogen. Wie zu erwarten schneidet der Großraum München recht gut ab. Hier geht die Wirtschaftswoche von steigenden Immobilien-Preisen aus. Ebenfalls gute Ergebnisse erzielen Nürnberg, Stuttgart, Hamburg und für mich überraschend Hannover.

Wirtschaftswoche
In einen Blog-Beitrag im Februar bin ich bereits ausführlich auf die Chancen und Risiken eines Immoblienerwerbs in der Krise eingegangen.
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