22. Dezember 2008
Liest man die Schlagzeilen der vergangenen Tage, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Untergang mit anschließendem jüngsten Gericht unmittelbar bevor stünde. Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Jobkrise, usw. Erst heute schreibt SPIEGEL ONLINE wieder, das Jahr 2009 werde das „schlechtesten Jahr in der Geschichte der Bundesrepublik„.
Die eigene subjektive Wahrnehmung der diesjährigen Vorweihnachtszeit mit überfüllten Kaufhäusern, vollen Weihnachtsmärkten und Restaurants, in denen alles zu bekommen ist, nur keine freier Platz mehr, mag eine andere sein.
Doch auch ganz objektiv betrachtet, haben die aktuellen Krisenzeiten auch ihre guten Seiten – gerade für Immobilien-Interessenten und Immobilien-Eigentümer:
- Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind stark gesunken. Ein Baufinanzierung über 5 Jahre ist aktuell wieder für unter 4% zu bekommen. Und die Zinsen werden in den nächsten Monaten weiter fallen. Man kann also für dieselbe monatliche Belastung eine größere Wohnung finanzieren, bekommt also „mehr Wohnung“ für das gleiche Geld.
- Mit den sinkenden Rohstoffpreisen (z.B. für Eisen, Kupfer, Stahl) sind auch die Baukosten insgesamt wieder gefallen. Ein neues Haus zu bauen, wird also günstiger.
- Die in den vergangen Jahren extrem gestiegen Kosten für Heizöl, Gas und Strom befinden sich wieder auf dem Weg nach unten – bei den Wohnnebenkosten ist also 2009 mit einer sinkenden Kostenbelastung zu rechnen. Zudem sind die Benzinpreise in der Spitze von über EUR 1,60 pro Liter wieder auf runter EUR 1,10 gefallen.
- Die Auswahl an attraktiven Neubau-Objekten gerade im Großraum München ist nach wie vor sehr groß (allein im Stadtgebiet von München mehr als 180(!) aktuelle Wohnbau-Projekte). Durch die allgemeine Kaufzurückhaltung bei größeren Anschaffungen (z.B. Auto, Immobilien) steigt die Verhandlungsposition von Immobilien-Interessenten gegenüber den Bauträgern. Abschläge auf den Listenpreis oder kostenfreie Extra-Ausstattungen sind also wesentlich besser durchzusetzen als in wirtschaftlichen Boomphasen.
In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest!
Ihr
Florian Huber
1 Kommentar |
bautraeger, bauträger, eigentum, eigentumswohnung, Finanzkrise, immo, immobilien, immobilienmarkt, kapitalanlage, münchen, neubau, preis, projekt, zukunft |
Permalink
Verfasst von Florian Huber
9. April 2008
An diesem Freitag ist es wieder soweit: Die Immobilien-Messe „Eigentum & Wohnen“ öffnet ihre Pforten. Bis einschließlich Sonntag können sich Immobilien-Interessierte rund um aktuelle Bauträger-Projekte, Finanzierungsfragen und Entwicklungen am Münchener Immobilienmarkt informieren. Die Veranstalter rechnen mit etwa 5.000 Besuchern. Veranstaltungsort ist die „Event-Arena“ auf dem Gelände des Olympia-Parks. Der Eintrittpreis beträgt 7,- Euro für Erwachsene. Einige Bauträger (z.B. JK Wohnbau) haben im Vorfeld „Freikarten“ an Kunden und Interessenten verschickt.
Die Messe öffnet am Freitag um 13.00 Uhr. Erfahrungsgemäß ist der Freitag-Nachmittag der Zeitraum mit dem geringsten Besucher-Andrang. Wer immer es sich einrichten kann, sollte deshalb am Freitag auf die Messe kommen, um sich in Ruhe informieren zu können.
Diesmal sind rund 20 Münchener Bauträger vor Ort, darunter die großen Anbieter wie Baywobau, Bayerische Hausbau, JK Wohnbau, Klaus Gruppe, Infraplan und Pöttinger. Allerdings sind im Großraum München zur Zeit insgesamt rund 60 Bauträger mit mehr als 250 Wohnbau-Projekten aktiv. Entgegen der Behauptung der Veranstalter bildet die Messe damit zwar nicht das „komplette Angebot“ ab, ein Besuch sollte sich aber alle mal lohnen.
Wer an diesem Wochenende keine Zeit kann, sei auf den 17. bis 19. Oktober 2008 verwiesen. Dann findet die nächste Eigentum & Wohnen statt.
Kommentar schreiben » |
bautraeger, bauträger, eigentum, eigentumswohnung, immo, immobilien, immobilienmarkt, jk wohnbau, münchen, neubau, preis, projekt, werterhalt, wertsteigerung, Wohnung | Mit Tag(s) versehen: eigentum, messe |
Permalink
Verfasst von Florian Huber
25. März 2008
In Zeiten von Banken- und Finanzkrise rückt die eigene Wohn-Immobilie als Kapitalanlage wieder stärker in das Blickfeld. Aus Sicht von Bauträgern, Bausparkassen und Baufinanzierern ist eine Immobilie natürlich immer eine „gute“ Kapitalanlage… Teilweise wird sogar in Anzeigen-Kampagnen ausdrücklich die generelle Überlegenheit der Immobilie gegenüber einer Anlage in Aktien oder Aktienfonds behauptet. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter. So gibt es einige Argumente, die für die Immobilie sprechen, aber natürlich auch einige dagegen.
Argumente dafür:
-
Diversifikation innerhalb der eigenen Vermögensanlage
-
Schutz in wirtschaftlichen Krisenzeiten: Raum zum Wohnen wird immer benötigt; ein lebenswichtiges Gut, wie Luft, Wasser, Nahrung
-
Im Regelfall Wertstabilität (zumindest bei Lage innerhalb eines wirtschaftlich prosperierenden Großraumes wie z.B. München, Hamburg, Stuttgart)
-
Inflationsschutz, da Anlage in Sachwerten
-
Nachfrage nach zeitgemäßen (und v.a. energieeffizienten) Wohnraum nimmt trotz der demographischen Entwicklung stetig zu
-
internationaler Vergleich: In Deutschland immer noch niedriges Preisniveau im Vergleich zu Großräumen wie London, Paris oder Barcelona
-
Immobilie kann im Alter selbst genutzt werden: Schutz vor steigenden Mieten und Vermieter-Willkür
-
psychologischer Effekt: Langfristige Verpflichtung zur Zahlung von Zins und Tilgung (meist über 10 oder 15 Jahre) führt zu größeren Sparanstrengungen in der Gegenwart -> Statistik beweist, dass Haushalte mit Immobilien-Eigentum im Alter vermögender sind, als vergleichbare Haushalte ohne Immobilien-Eigentum
Argumente dagegen:
-
relativ hohes Risiko durch Mietausfall, Leerstand, Vandalismus des Mieters, versteckte Baumängel
-
mieterfreundliche Gesetzgebung und Rechtssprechung (z.B. beim Kündigungsschutz, Umlegung von Renovierungskosten)
-
hohe laufende Kosten, die nicht auf den Mieter umgelegt werden können (z.B. Hausverwaltung, Kosten für Instandhaltungsrücklage am Sonder- und Gemeinschaftseigentum)
-
kaum steuerliche Anreize: keine degressive Abschreibung mehr (seit 2006 nur noch lineare Abschreibung in Höhe von 2% auf den Gebäudeanteile)
-
geringe Fungibilität der Anlage: Verkauf der Immobilie dauert im Regelfall 6 bis 12 Monate
-
hohe Transaktionskosten (bis zu 10%: Notargebühren, Grunderwerbsteuer, Registergebühren, Maklerprovision) –> müssen erstmal rein-verdient werden : bei Verkauf innerhalb der ersten 10 Jahre meist ein Verlustgeschäft
-
nur geringe Chancen auf Wertsteigerungen (demographische Entwicklung, rückläufige bzw. stagnierende Reallöhne), in unattraktiven Lagen: Risiko des Wertverlustes (bis hin zur Unverkäuflichkeit)
-
hoher Verwaltungsaufwand: jährliche Nebenkosten-Abrechnung, laufende Reparaturarbeiten, Teilnahme an Eigentümer-Versammlungen, Mieterwechsel, teilweise aufwändige Nachweispflichten gegenüber Finanzbehörden
6 Kommentare |
aktien, bautraeger, bauträger, eigentum, eigentumswohnung, Finanzkrise, immo, immobilien, immobilienmarkt, kapitalanlage, preis, werterhalt, wertsteigerung, Wohnung, zukunft | Mit Tag(s) versehen: abschreibung, aktie, aktien, bauträger, immobilie, infaltion, kapitalanlage, wertsteigerung |
Permalink
Verfasst von Florian Huber
12. März 2008
Der Deutsche Immobilienmarkt gewinnt im europäischen Vergleich zunehmend an Attraktivtät. Zu den Verlieren gehört der Großraum London, der in vergangenen Jahren mit starken Wachstumsraten glänzte, nun aber erheblich unter der internationalen Banken- und Finanzkrise leidet.
So das Ergebnis einer heute veröffentlichten der der WP-Gesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und dem Urban Land Institute (ULI). Mit Hamburg, München, Frankfurt und Berlin erstmals seit 2004 wieder vier deutsche Städte zu den zehn aussichtsreichsten Immobilien-Standorten in Europa (vgl. Beitrag auf Spiegel Online vom 12.3.2008).
Für den privaten Wohnungskäufer sind dies durchaus posititive Signale: so dürfte eine Investion in Wohneigentum in einer den genannten Ballungsräumen relativ sicher, das Risiko eines Wertverlustes eher gering. Anderes sieht es freilich ländlichen Regionen und in weiten Teilen Ostdeutschlands aus.
1 Kommentar |
eigentumswohnung, immo, immobilien, immobilienmarkt, münchen, preis, ranking, werterhalt, wertsteigerung |
Permalink
Verfasst von Florian Huber