München: „Stadt im Rausch“

13. März 2011

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung (SZ-Magazin) berichtet in einem aktuellen und lesenswerten Artikel über den Münchener Immobilienmarkt. Gerade das Marktsegment der Luxus-Immobilien boomt.

Die teuerste Wohnung Münchens befindet sich im Objekt „The Seven“ (Müllerstraße 7, Gärtnerplatzviertel, genauer Standort siehe Google Maps). Die Penthouse-Wohnung mit 360 Grad Rundumblick im Turm des ehemaligen Heizkraftwerks an der Müllerstraße wurde für rund EUR 15 Millionen verkauft. Bei einer Wohnfläche von 700 qm ergibt sich ein Quadratmeterpreis von rund EUR  21.000. Auch für eine so teure Stadt wie München ein neuer Rekordwert.

The Seven, München

The Seven, München

Insgesamt seien die Immobilienpreise in München in den letzen zwei Jahren um 25%(!) gestiegen – manche sprechen schon von einer Blase, die irgendwann zu platzen droht…  Lesen Sie hier den vollständigen Artikel im SZ-Magazin.

Wer sich einen Marktüberblick über alle aktuellen Bauträger-Projekte in und um München verschaffen möchte, sei auf neubaukompass.de verwiesen.


„10 Irrtümer bei der Immobilien-Finanzierung“

5. Januar 2009

Auf Focus Online habe ich heute einen lesenswerten Artikel entdeckt: „Die 10 größten Irrtümer bei Baufinanzierung„. Der Kauf bzw. die Finanzierung einer Immobilie ist meistens die größte Investion des Lebens. Dabei sollte man sich keinesfalls nur auf den „Berater“ (besser: provisionsabhängiger Verkäufer) seiner Hausbank verlassen, sondern immer von mehreren Seiten (z.B. Verbraucherzentrale, Steuerberater, Immobilien-Anwalt) Rat einholen.


2009 – oder: Das Gute an der Krise

22. Dezember 2008

Liest man die Schlagzeilen der vergangenen Tage, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Untergang mit anschließendem jüngsten Gericht unmittelbar bevor stünde. Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Jobkrise, usw. Erst heute schreibt SPIEGEL ONLINE wieder, das Jahr 2009 werde das  „schlechtesten Jahr in der Geschichte der Bundesrepublik„.

Die eigene subjektive Wahrnehmung der diesjährigen Vorweihnachtszeit mit überfüllten Kaufhäusern, vollen Weihnachtsmärkten und Restaurants, in denen alles zu bekommen ist, nur keine freier Platz mehr, mag eine andere sein.

Doch auch ganz objektiv betrachtet, haben die aktuellen Krisenzeiten auch ihre guten Seiten – gerade für Immobilien-Interessenten und Immobilien-Eigentümer:

  • Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind stark gesunken. Ein Baufinanzierung über 5 Jahre ist aktuell wieder für unter 4% zu bekommen. Und die Zinsen werden in den nächsten Monaten weiter fallen. Man kann also für dieselbe monatliche Belastung eine größere Wohnung finanzieren, bekommt also „mehr Wohnung“ für das gleiche Geld.
  • Mit den sinkenden Rohstoffpreisen (z.B. für Eisen, Kupfer, Stahl) sind auch die Baukosten insgesamt wieder gefallen. Ein neues Haus zu bauen, wird also günstiger.
  • Die in den vergangen Jahren extrem gestiegen Kosten für Heizöl, Gas und Strom befinden sich wieder auf dem Weg nach unten – bei den Wohnnebenkosten ist also 2009 mit einer sinkenden Kostenbelastung zu rechnen. Zudem sind die Benzinpreise in der Spitze von über EUR 1,60 pro Liter wieder auf runter EUR 1,10 gefallen.
  • Die Auswahl an attraktiven Neubau-Objekten gerade im Großraum München ist nach wie vor sehr groß (allein im Stadtgebiet von München mehr als 180(!) aktuelle Wohnbau-Projekte). Durch die allgemeine Kaufzurückhaltung bei größeren Anschaffungen (z.B. Auto, Immobilien) steigt die Verhandlungsposition von Immobilien-Interessenten gegenüber den Bauträgern. Abschläge auf den Listenpreis oder kostenfreie Extra-Ausstattungen sind also wesentlich besser durchzusetzen als in wirtschaftlichen Boomphasen.

In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest!

Ihr
Florian Huber


Die Wohn-Immobilie als Kapitalanlage: 8 Argumente dafür, 8 Argumente dagegen

25. März 2008

In Zeiten von Banken- und Finanzkrise rückt die eigene Wohn-Immobilie als Kapitalanlage wieder stärker in das Blickfeld. Aus Sicht von Bauträgern, Bausparkassen und Baufinanzierern ist eine Immobilie natürlich immer eine „gute“ Kapitalanlage… Teilweise wird sogar in Anzeigen-Kampagnen ausdrücklich die generelle Überlegenheit der Immobilie gegenüber einer Anlage in Aktien oder Aktienfonds behauptet. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter. So gibt es einige Argumente, die für die Immobilie sprechen, aber natürlich auch einige dagegen.

Argumente dafür:

  1. Diversifikation innerhalb der eigenen Vermögensanlage
  2. Schutz in wirtschaftlichen Krisenzeiten: Raum zum Wohnen wird immer benötigt; ein lebenswichtiges Gut, wie Luft, Wasser, Nahrung
  3. Im Regelfall Wertstabilität (zumindest bei Lage innerhalb eines wirtschaftlich prosperierenden Großraumes wie z.B. München, Hamburg, Stuttgart)
  4. Inflationsschutz, da Anlage in Sachwerten
  5. Nachfrage nach zeitgemäßen (und v.a. energieeffizienten) Wohnraum nimmt trotz der demographischen Entwicklung stetig zu
  6. internationaler Vergleich: In Deutschland immer noch niedriges Preisniveau im Vergleich zu Großräumen wie London, Paris oder Barcelona
  7. Immobilie kann im Alter selbst genutzt werden: Schutz vor steigenden Mieten und Vermieter-Willkür
  8. psychologischer Effekt: Langfristige Verpflichtung zur Zahlung von Zins und Tilgung (meist über 10 oder 15 Jahre) führt zu größeren Sparanstrengungen in der Gegenwart -> Statistik beweist, dass Haushalte mit Immobilien-Eigentum im Alter vermögender sind, als vergleichbare Haushalte ohne Immobilien-Eigentum

Argumente dagegen:

  1. relativ hohes Risiko durch Mietausfall, Leerstand, Vandalismus des Mieters, versteckte Baumängel
  2. mieterfreundliche Gesetzgebung und Rechtssprechung (z.B. beim Kündigungsschutz, Umlegung von Renovierungskosten)
  3. hohe laufende Kosten, die nicht auf den Mieter umgelegt werden können (z.B. Hausverwaltung, Kosten für Instandhaltungsrücklage am Sonder- und Gemeinschaftseigentum)
  4. kaum steuerliche Anreize: keine degressive Abschreibung mehr (seit 2006 nur noch lineare Abschreibung in Höhe von 2% auf den Gebäudeanteile)
  5. geringe Fungibilität der Anlage: Verkauf der Immobilie dauert im Regelfall 6 bis 12 Monate
  6. hohe Transaktionskosten (bis zu 10%: Notargebühren, Grunderwerbsteuer, Registergebühren, Maklerprovision) –> müssen erstmal rein-verdient werden : bei Verkauf innerhalb der ersten 10 Jahre meist ein Verlustgeschäft
  7. nur geringe Chancen auf Wertsteigerungen (demographische Entwicklung, rückläufige bzw. stagnierende Reallöhne), in unattraktiven Lagen: Risiko des Wertverlustes (bis hin zur Unverkäuflichkeit)
  8. hoher Verwaltungsaufwand: jährliche Nebenkosten-Abrechnung, laufende Reparaturarbeiten, Teilnahme an Eigentümer-Versammlungen, Mieterwechsel, teilweise aufwändige Nachweispflichten gegenüber Finanzbehörden

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