Redevelopment in München: Nicht immer einfach aber wichtig

In Zeiten von Wohnungsknappheit und einem wachsenden Fokus des Immobilienmarktes auf Wohn-Immobilien ist „Redevelopment“, die Umnutzung von Büro- und Gewerbe-Immobilien in Wohnungen, wichtiger denn je. In Frankfurt zum Beispiel wechselt ein kompletter Stadtteil – die ehemalige „Bürostadt Niederrad“ – komplett ihr Gesicht. Hier entstehen moderne Eigentumswohnungen in ehemaligen Büro-Hochhäusern – und die Wohnungen werden stark nachgefragt. Ein Vorteil von Redevelopment besteht unter anderem in der guten Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz.

Neubauprojekt im Münchner Westen: Alt-Aubing. Foto: 3BAU

Neubauprojekt im Münchner Westen: Alt-Aubing. Foto: 3BAU

Auch in München haben sich Stadtpolitiker und Planer mit dem Thema Umnutzung beschäftigt. Populär sind vor allem die ehemaligen Kasernenflächen geworden, wo nun attraktive Neubauprojekte – zum Beispiel rund um die Prinz Eugen Kaserne- entstehen. Ein beliebtes Stichwort in diesem Zusammenhang ist nicht zuletzt „Freimann“.

Neue Umnutzungsflächen in Sicht

Nun reichen diese Projekte nicht aus und in München konzentriert man sich verstärkt darauf, Gebiete zu finden, in denen sich Gewerbe- und Büroflächen für Wohnungen nutzen lassen. Zum Beispiel in Aubing auf dem ehemaligen Telekom-Gelände. Hier plant corpus sireo in Kooperation mit zwei Münchner Architekturbüros ca. 400 Neubauwohnungen.

Direkt an der S-Bahn-Haltestelle Aubing entsteht ein völlig neues Stadtquartier. Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten und 03 Architekten sind bereits mit entsprechenden Plänen beschäftigt. Viel Zeit bleibt nicht: das Quartier sollte bis zum Jahr 2017 so weit fertig sein.

Aubing-Mitte entwickelt sich

Münchens westlichster Stadtteil ändert, wie bereits im benachbarten Pasing vorgemacht, in den kommenden Jahren sein Gesicht. Dazu trägt das neue Bauprojekt entscheidend bei. Auf dem insgesamt 5,4 Hektar großen Gelände, das nach der Telekom eine Spedition und Freizeiteinrichtungen beherbergte, werden neben Mehrfamilienhäusern auch Grünflächen und zwei Kitas entstehen. Grundschulen finden sich in Freiham, direkt nebenan.

Atmosphärischer Mittelpunkt des neuen Quartiers soll ein großer Park werden, der beim Durchschreiten immer neue Blickbeziehungen auf die Gebäude und einzelnen Baufelder bietet. Nördlich der S-Bahn-Haltestelle entsteht ein Stadtplatz mit einem Café und Geschäften.

Die Wohnungen werden so gestaltet, dass kein Schlafraum zur Bahnstrecke ausgerichtet ist. Zum großen Teil offene Wohn-Essbereiche werden Ausblicke zum alten Ortskern von Aubing geben.

Umnutzung in München: Manchmal hakt es auch

Das Aubinger Projekt ist ein positives Beispiel dafür, wie durch Umnutzung neue Wohnflächen mit guter Verkehrsanbindung geschaffen werden. Nicht immer läuft es jedoch so reibungslos, wie ein Beispiel in Bogenhausen zeigt:

Hier, am östlichen Rand des Arabellaparks, befindet sich der Bürokomplex der HDI. Das Gebäude aus den 70er Jahren soll nun in Wohnungen mit 2 bis 4 Zimmern umgewandelt werden. Auch die Wohnflächen stehen bereits fest: zwischen ca. 50 bis ca. 116qm sollen sie betragen. Bauträger ist die concept Bau GmbH, welche nicht zuletzt im Rahmen des exklusiven Neubauprojektes „Glockenbach Suiten“ im Gärtnerplatzviertel Ärger gewohnt ist.

Nun steht dem Bauträger in Bogenhausen neuer Stress bevor. Eine Bürgerinitiative möchte verhindern, dass dieses Projekt das Stadtbild negativ verändert. Läuft es gut, so lässt sich ein Dialog mit den Anwohnern herstellen, wo im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Kompromisse für das Projekt gefunden werden könnten. Eine Möglichkeit, die sich in München bei zahlreichen Neubauprojekten, auch in Freimann und Aubing, sehr gut bewährt hat.

Unser Foto zeigt ebenfalls ein Neubauprojekt in Aubing, dessen Verkauf vor Kurzem gestartet ist. Es heißt „Alt-Aubing“ und angeboten werden 27 Eigentumswohnungen.

Aktuelle Neubauprojekte in München und im Umland finden Sie auf dem neubau kompass.

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